Über das Leben und so

November 6, 2008

Kritik äussern, Probleme ansprechen…

Gespeichert unter: Menschen und so — 3zkdb @ 12:04
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all das scheint den Menschen wirklich schwer zu fallen.

Ja, ok, mir fällt es auch nicht leicht. Ein Freund von mir hat es zu wenig mit Hygiene und mir wird manchmal fies, wenn ich ihn zur Umarmung begrüsse. Ein anderer Freund ist zu selbstverliebt und muss sich permanent profilieren. Beiden habe ich nie etwas davon gesagt.

Und wenn ich mich darüber beschweren will, dass Menschen nicht in der Lage sind Schwierigkeiten anzusprechen, dann muss ich mich auch selbst fragen, warum ich das nicht einfach mal anspreche.

Und die Antwort lautet ganz simpel: Weil ich nicht weiss, wie sie reagieren würden. Weil ich Angst vor einer Überreaktion hätte, weil ich Angst hätte, dass die Freundschaft schwer darunter leidet- wenn nicht sogar kaputt geht- wenn ich sowas ansprechen würde. Und das Risiko wäre es mir dann doch nicht wert. Dann toleriere ich das lieber. Nur- wenn es schlimmer wird, wenn ein „Fehlverhalten“ so schlimm wird, dass es eine Freundschaft riskieren kann, dann muss man was sagen. Bei Freund 2 wäre das bei mir sogar der Fall. Ich freue mich nicht mehr über seinen Anruf. Er nervt mich.

Aber- ich weiss auch nicht, ob meine Freunde in der Lage wären, mich zu kritisieren. Mein Selbstbild sagt mir, dass ich durchaus kritikfähig bin, dass ich offen für sowas bin. Dass es eine Freundschaft nur stärken kann, wenn man sich sowas auch sagen kann. Aber ich weiss nicht, wie meine Freunde das sehen. Und ich komme mir dumm vor, meine Freunde danach zu fragen. Alles nach dem Motto „wenn sie wirklich was stören würde, dann wären sie ja nicht mit mir befreundet“- aber das das so nicht stimmt, weiss ich selbst.

Oktober 3, 2008

Krankenhäuser

Gespeichert unter: Menschen und so — 3zkdb @ 4:37
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sind irgendwie depremierend.

Wahrscheinlich gibt es niemanden den die Krankenhaus-Atmosphäre kalt lässt. Jedenfalls ist mir niemand bekannt, der sich gerne in Krankenhäusern aufhält.

Man ist so direkt mit Krankheit, Elend und irgendwie auch dem Tod konfrontiert. Es schwebt in der Luft und kommt einem auch in seiner körperlich menschlichen Form einfach so im Flur entgegen, ohne dass man sich davor schützen kann.

Man steigt in der Tiefgarage aus seinem Auto und es fühlt sich an wie überall anders auch. Man steigt in den Aufzug und ist entspannt. Die Tür geht wieder auf und schon ist man mittendrin- überall laufen Menschen rum denen ihre Krankheit oder Verletzung anzusehen ist. Ein junger Mann, vielleicht 30 steigt in den Aufzug, an seiner rechten Hand ein dicker Verband. Auf den zweiten Blick ist klar, der Verband ist nicht an der Hand, sondern da wo bis vor kurzem noch eine Hand war.

Eine junge Frau kommt einem entgegen, das Gesicht fast vollständig von Pflastern und Verbänden bedeckt. Verbrennung, Bisswunden, ich weiss es nicht. Aber es macht nicht den Eindruck, als würde ihr Gesicht jemals wieder so aussehen wie vor dem Unfall.

Auf dem Weg zu dem Patienten den man eigentlich besuchen will, begegnen sie einem alle paar Meter- Menschen jeden Alters die einen Tropf im Arm stecken haben und ihn über die Flure schieben, Menschen mit klassischer Chemotherapie-Glatze, Menschen denen man nicht auf den ersten Blick ihr Leiden ansieht, deren Gesichtsausdruck einem aber umso deutlicher mitteilt, dass auch sie nicht ohne Grund hier sind.

Hunderte schlimme Schicksale prasseln auf einen ein und die Schutzschicht auf der eigenen Seele ist nicht dick genug um all das spurlos vorbeiziehen zu lassen.

Und dann sitzt man da in diesem Krankenhauszimmer mit den weissen Wänden, den vielen Knöpfen an der Wand auf einem Stuhl aus den 80er Jahren am Bett des Freundes und weiss nicht was man sagen soll. Weiss nicht, was man tun soll. Man will helfen, aber man ist kein Arzt. Man kann nur dasitzen und nach aufmunternden Worten suchen. Diese sind schwer zu finden, wenn man jemandem gegenüber sitzt der Krebs hat. Er sagt, er habe Angst zu sterben. Man würde ihm gerne sagen, dass er keine Angst haben braucht, weil er wieder gesund werden wird.

Man sagt es aber nicht. Weil man nicht weiss, ob es der Wahrheit entspricht.

August 31, 2008

Mein ipod

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — 3zkdb @ 12:10

Ist Mein neues tolles spielzeug. Ein iPod Touch mit dem man sogar
Bloggen kann. Ok, ist nicht ganz komfortabel, aber funktioniert

April 29, 2008

Emotionswechsel

Gespeichert unter: Job und so — 3zkdb @ 10:27
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Es ist wirklich interessant, in welcher Geschwindigkeit sich Emotionen wandeln können.

Um 17 Uhr die Kündigung erhalten. Um 17.10 Uhr aus Perspektivlosigkeit und Angst vor ungewisser Zukunft geheult.

Um 18.30 Uhr wütend gewesen über die Art des Arbeitgebers, die fehlende Begründung und die mangelnde Fairness, da der Chef sich nie irgendetwas angeguckt hat, was ich produziert habe und meine Leistungen gar nicht beurteilen kann.

Um 19.00 Uhr ein vollkommenes Unverständnis, wie eine Firma, die gerade mal 20% der eigenen Fähigkeiten je genutzt hat und zudem gar nicht wusste, was ich eigentlich so mache, mich einfach vor die Tür setzen kann.

Um 19.30 Uhr die Trotzhaltung. Die haben mich auch gar nicht verdient. Eigentlich ist es besser so, was will ich bei einer Firma, die sich gar nicht für meine Leistungen interessiert. Zum ersten Mal darüber nachgedacht, dass es schon komisch ist, dass sie vor zwei Wochen noch neue Visitenkarten für mich drucken wollten und grosse Pläne mit mir hatten und nach dem drohenden Verlust ihres Hauptkunden mich auf einmal einparen wollen. Festgestellt, dass es vermutlich gar nicht an mir liegt, sie sich nur gar nicht so viele Angestellte leisten können, wie sie zur Zeit haben.

20.00 Uhr: neue Pläne geschmiedet. Stellenanzeigen geblättert und festgestellt, dass es Jobs gibt, die 90% meiner Fähigkeiten brauchen. Überlegt, ob nicht die Freiberuflichkeit sogar noch besser wäre. Überlegt, was man alles tolles machen könnte mit dieser neuen Freiheit.

April 23, 2008

Das Leben wie es sein sollte

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — 3zkdb @ 7:41
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Es geht mir gut.

Ich bin nicht einfach zufrieden mit dem Leben, nein, das wäre zuwenig.

Und ich bin nicht glücklich, weil es die objektiven Umstände von mir fordern. Nein, objektiv ging es mir schon oft gut und dabei subjektiv schlecht und umgekehrt.

Dennoch blicke ich mit einem gewissen Stolz und einem fetten Grinsen auf das, was ich heute habe, weil ich es mir zum Teil hart erarbeitet habe und es mir zum Teil vom Leben geschenkt wurde.

Warum es es wert ist, diesem Umstand zu bloggen? Weil es in diesem Land schwierig ist auf die Strasse zu treten und zu sagen „es geht mir gut“

Ich weiss nicht, ob es das Trauma der Nazizeit ist, dass jeden Deutschen zum Opfer werden lässt um nicht Täter zu sein. Ich weiss nicht, ob es nicht einfach Mentalitätssache ist und „wir Deutsche“ schon immer so waren. In anderen Ländern ist das jedenfalls nicht so aussergewöhnlich.

Würde man auf der Strasse Leuten ein Mikrofon mit der Frage „Wie geht es Ihnen?“ unter die Nase halten, so würden sie je nach Alter entweder anfangen, von ihrer Arthrose zu berichten, oder sie würden über einen kurzen Umweg zu mangelnder Kinderbetreuung kommen oder einfach ihre Standard-Antwort „gut“ raushauen, weil sie wüssten, dass es eh keine Sau interessiert, wie es Ihnen wirklich geht.

Die meisten Leute sind zufrieden. Wenn überhaupt. Kaum jemand ist glücklich.

Es schickt sich nicht, glücklich zu sein.

Warum bin ich also glücklich und das auch noch öffentlich? Nicht weil ich einen guten Job, einen herrlichen Mann und ausreichend Geld zur Gestaltung meines Lebensstils habe. Sondern weil ich gelernt habe, das Leben zu lieben. Weil ich inzwischen weiss, das das Leben einen liebt, wenn man das Leben liebt.

Weil ich keinen Bock auf dieses Trübsal habe. Weil das Leben zu kurz ist um unnötig depremiert zu sein.

Life is not a matter of holding good cards, but of playing a poor hand well…

April 12, 2008

Menschen und ihre Empfindlichkeiten

Gespeichert unter: Menschen und so — 3zkdb @ 12:10
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Manchmal könnte ich so kotzen. Weil Menschen immer wieder so unnötig destruktiv kompliziert sind.

Freund eins ist in letzter Zeit komisch. Ich spreche ihn darauf an und er sagt, es wäre nichts. Ich erfahre von Freund zwei, dass Freund eins ein Problem mit mir hat, zu dem er sich als Freund zwei aber natürlich nicht äussern könnte. Also sage ich Freund eins, wir sollten doch mal n Kaffee trinken gehen. Aber er ahnt, dass ich ihn danach fragen will und hat nie Zeit. Also macht man Blabla in der Öffentlichkeit und redet nicht.

Aber ich hab da keine Lust mehr drauf. Entweder er sagt, was Sache ist oder er hält sich von mir fern, aber ein Problem zu haben und nix zu sagen und das auf Dauer, das geht nicht.

Freund zwei ist gerade sauer, weil ich beim telefonieren angeblich an der falschen Stelle gelacht habe. Ich erkläre ihm, dass ich überhaupt nicht gelacht habe und nicht weiss, warum er das denn meint. Hab den Verdacht, dass es mit den Empfangsstörungen zusammenhing, habe ihn oft nur sehr abgehackt gehört, er mich vermutlich auch, vielleicht klang dadurch irgendwas wie ein Lachen. Dabei gab es nix zu lachen. Er glaubt mir wohl nicht, auch wenn er sagt, dass er es tun würde. Meldet sich nur seitdem nicht mehr…

Was soll dieser Scheiss?!?

März 30, 2008

Traumkunden und Hasskunden

Gespeichert unter: Job und so — 3zkdb @ 4:20
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Jede Firma hat Traumkunden und Hasskunden. Unsere auch.

Letzten Sonntag rief der Hasskunde an. Er würde da was nicht hinbekommen, wir sollten das machen. Ohne Bezahlung versteht sich, denn der Kunde hat ja einen Paketpreis. In dem zwar eigentlich keine Extra-Leistungen drin sind, aber das sieht er nicht ein. Es wäre ja schliesslich unser Produkt, dass nicht funktionieren würde, also wäre das inklusive. Unser Produkt funktionert, er ist nur zu doof. Aber man macht es dann trotzdem, schliesslich kann man es sich als kleine Firma nicht erlauben, Negativ-Schlagzeilen im lokalen Bereich zu bekommen.

Diesen Sonntag rief unser Traumkunde an. Der hat auch einen Paketpreis. Meint aber, mit unseren bisherigen Leistungen wäre das Paket bereits erfüllt und das was er jetzt von uns will, das wäre Extra und wir sollen das stundenweise berechnen. Haben ihm gesagt, dass das eigentlich inklusive ist. Er meint aber, er wolle ja jetzt schon was mehr als eigentlich vereinbart, also sollen wir ihm dann einfach ne Rechnung schicken. Wär auch nicht so eilig, könnten wir irgendwann in den nächsten Tagen erledigen.

Das Leben könnte so schön sein, wenn man sich die Menschen mit denen man Ungang hat immer aussuchen könnte….

März 26, 2008

Mutter- und Tochtergeschichten

Gespeichert unter: Menschen und so — 3zkdb @ 10:07

Die meisten Menschen haben persönliche Differenzen mit ihrer eigenen Mutter. Das scheint irgendwie in der Natur der Menschen zu liegen, und diejenigen, die eine beste Freundschaft mit ihrer Mutter pflegen sind entweder der totale Glücksfall oder Meister der Verdrängung.

Ich gebe zu, ich beneide diese Menschen ein wenig. Nicht, dass ich kein gutes Verhältnis zu meiner Mom hätte, aber bei uns ist gewaltig der Wurm drin. Wenn es hart auf hart käme, würden wir zusammen halten. Ich weiss, dass sie meine Kaution zahlen würde, wenn man mich verhaften würde. Das sie 1000km fahren würde um mich irgendwo rauszuholen.

Und wenn es eine sehr lockere Atmosphere ist, unter vielen Menschen, auf Veranstaltungen und sowas, dann ist auch alles super, dann unterhalten wir uns gut haben ein tolles Verhältnis.

Das Problem liegt in der kompletten Zeit dazwischen. Im alltäglichen Miteinander, wenn man es noch so nennen kann, denn alltäglich ist es zum Glück nicht mehr, seit ich vor nunmehr acht Jahren das Elternhaus räumte.

Auch wenn wir nur ein paar Kilometer auseinander wohnen, sehen wir uns nur alle paar Wochen. Weil ich mich aus Pflichtgefühl hinquäle. Ich will nicht hin. Ich will keine Zeit mit ihr verbringen, ich ertrage sie nicht in meiner Nähe. Vor allem nicht mehr als zwei Stunden.

Sie hat meine Wohnung erst einmal gesehen und kann es nicht lassen, regelmässig nachzufragen, wann sie denn mal zu mir kommen könnte. Aber ich will sie nicht in meiner Wohnung. Die Wohnung gehört mir und meinem Mann und da hat meine Mutter nichts zu suchen. Das ist mir zu intim, das ist ein Eingriff in meine Privatsphäre. Natürlich lasse ich Freunde in meine Wohnung, aber das sind alles Menschen, die ich auch gerne um mich habe.

Wenn meine Mutter in meiner Wohnung war, fühlt sich die Wohnung konterminiert an. Sie dringt mit ihrer puren Anwesenheit in meine Intimsphäre ein. Da gehört eine Mutter nicht hin. Vor allem nicht, wenn das Kind 26 und verheiratet ist. Ich glaube, das ist das gleiche wie dieses Schwiegermutter-Phänomen, nur eben krasser, weil auf einer direkteren Ebene.

Ich weiss nicht, wie ich sie da raushalten soll. Sie hat mir nichts getan, ich kann ihr nichts vorwerfen. Ich kann ihr keinen Grund liefern, dass ich sie nicht in meinem Leben haben will- zumindestens nicht im direkten Kontakt. Ich kann ihr nur sagen, dass sie sich von mir fernhalten soll ohne es zu begründen. Das würde sie so fertig machen, dass ich es wieder nicht ertragen würde.

Ich hasse sie nicht. Es ist mir nicht egal, wenn es ihr schlecht geht. Ich ertrage sie nur nicht in meinem Leben. Und ich frage mich, warum das so kompliziert sein muss.

Schwiegermutter war auch noch nie in unserer Wohnung. Hat aber auch nie danach gefragt. Sie freut sich, wenn wir vorbeikommen. Sie hat uns gerne in ihrer Nähe, aber sie würde niemals darauf drängen. Sie akzeptiert, dass wir ein eigenes Leben haben. Und freut sich, wenn wir etwas davon mit ihr teilen.

Ich dachte, wenn ich mal Mitte 20 und verheiratet bin, würde sich das Problem mit meiner Mom von alleine lösen. Hat es nicht. Und bis zum Ende meiner Tage mach ich das nicht mehr mit. Jetzt hoffe ich, dass sich das Problem zumindestens dann von alleine löst, wenn wir weggezogen sind. Aber wie wird sie reagieren, wenn sie 1000km gefahren ist und ihre Tochter sie dann im Hotel unterbringen will?

Mutter- Tochtergeschichten können ganz schön kompliziert sein…

März 25, 2008

Kerl

Gespeichert unter: Menschen und so — 3zkdb @ 10:53
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Bin ich zu männlich?

Manchmal, aber nur ganz manchmal, stell ich mir diese Frage schon. Auch wenn ich mich eigentlich seit Jahren nicht mehr mit diesem Männer-Frauen-Mist beschäftige, so fällt mir doch gerade im Umgang mit anderen Frauen manchmal auf, dass ich mich „dieser Welt“ zuwenig zugehörig fühle. Ich will kein Mannsweib sein. Bin ich ein Mannsweib? Woran macht man Mannsweiber fest? Ist man das im Verhalten oder im Charakter?

Ich mein, ich rülpse nicht in der Öffenlichkeit. Ich kratz mich nicht am Sack *hehe*.

Aber ich schau schönen Frauen nach. Aber auch schönen Männern….

ich rede gerne und viel, aber ich habe keinen Spass am lästern.

Ich schminke mich, aber ich komme mit 10€ im Monat für sämtliche Frauenartikel hin und habe keinerlei Interesse mich über dieses Thema auszutauschen.

Die meisten Männer geben mehr Geld für Klamotten aus als ich und ich habe auch keine Ahnung was grade in Mode ist. Und nur zwei Paar Schuhe.

Ich mag die Desperate Housewives und die Gilmore Girls. Mein Mann aber auch.

Ich liebe Sportwagen und Oldtimer. Und finde Mazda MX5 peinlich. Und Fiat 500 schnuckelig.

Ich kann autofahren, aber nicht kochen. Bin handwerklich nicht ungeschickt, aber kann kein Hemd bügeln.

Ich verbringe mehr Zeit am Rechner als anderswo. Und das weniger beim chatten und im H&M-online-Shop als mehr beim coden und Fachartikel lesen…

Ich mag Bier genauso gerne wie Sekt.

Meine beste Freundin ist ein Mann. Alle anderen schockierenderweise auch.

Ich esse gerne und weiss nicht, wieviel Kalorien Schokolade hat. Ich fühl mich nichtmal zu dick.

Ich mag keine Kinder. Aber bin furchtbar tierlieb.

Aber ich habe auch immer kalte Füsse. Na gut, körperliche Sachen zählen jetzt nicht wirklich.

Ich weiss es nicht. Ich weiss auch nicht, ob ich es wissen will. Weil es keine Relevanz hat, weil ich mich sowieso nicht ändern wollen würde. Es würde nur diese Frage beantworten, die sich mir manchmal, aber auch nur ganz manchmal, stellt.

alt werden

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — 3zkdb @ 10:14
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Hab grade durch alte Fotos gewühlt. Was heisst „alt“… also die letzten fünf Jahre. Seitdem ich eine Digicam hab. Die Zeit davor… da müsste man die Bilder alle mal einscannen und wer hat dafür schon Zeit. Ausserdem war die Zeit davor auch die Zeit meine Exfreundes, meiner alten Wohnung, meines alten Lebens. Wer will das schon…

Eigentlich hab ich nur nach einem speziellen Foto gesucht und bin dann klebengeblieben. Und hab Fotos von Anfang 2003 gesehen. Da hatte ich kurze rote Haare. Und Nietengürtel. Und sah aus wie ein Anfang 20er-Mädel auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Mag daran gelegen haben, dass ich eins war. Gerade das Studium angefangen, ohne zu wissen, was ich danach machen will. Gerade vom Ex getrennt, ohne zu wissen, ob ich überhaupt nochmal ne Beziehung will oder das Single-Dasein nicht der einzig erstrebenswerte Zustand ist. Gerade aus der WG ausgezogen, mit der Sicherheit, dass ich nie wieder in einer WG wohnen will.

Ja, gut, wie soll man mit Anfang 20 auch sein. Als ich zu dem Zeitpunkt meinen Mann kennenlernte, hab ich aufgehört, auf der Suche zu sein. Hab die Haare nicht mehr gefärbt, hab die Nietengürtel abgelegt. Aber in meinem Gesicht von 2003 sieht man immer noch das Anfang 20er-Mädel, dass auf dem Weg ist.

Kurzer Klick auf einen anderen Ordner. Auf einmal ist 2008. Alles ist anders. Der Mann an der Seite ist heiratswürdig. Aus der Studentenbude ist eine 3ZKDB geworden. Die Gehaltsverhandlungen stehen an. Die Freunde haben mit wenigen Ausnahmen gewechselt. Die Musik hat mit wenigen Ausnahmen gewechselt. Man ist auf einmal so erwachsen. Aber es kam so schleichend, dass es einen irgendwie doch überrascht.

Kurzzeitig gedacht, dass ich alt geworden bin. Weil ich dachte, ich hätte den Spass am Nachtleben verloren. Heute aber glücklich und leicht verkatert aufgewacht, weil ich gestern echt Spass hatte. Mit ganz anderen Begleitungen und ganz anderer Musik als damals.

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